Roter Riesling aus Hessen

Weltweit größte Anbaufläche


Der Rote Riesling gilt als die Urform des Weißen Rieslings. Die weiße Rebsorte wurde bereits 1490 in der Nähe von Worms erstmals erwähnt und war bis ins 19. Jahrhundert Bestandteil des gemischten Satzes. 1991 wurden durch die Forschungsanstalt Geisenheim, Fachgebiet Rebenzüchtung und Rebenveredelung erste Rebstöcke selektiert und zur Weitervermehrung vorbereitet. 1996 begann der Betrieb Rebenveredelung Antes in Heppenheim mit einigen „Pilotreben“ die Vermehrung an der Bergstraße, 2007 gab es den ersten Jungfernwein. Die Rebsorte ist in den Anbaugebieten Hessische Bergstraße und Rheingau sowie in Sachsen, Brandenburg und Österreich klassifiziert und zugelassen. An der Hessischen Bergstraße liegen die Betriebe mit den derzeit weltgrößten Einzelflächen, Hessen hat mit etwa 22 Hektar die weltweit größte Anbaufläche.

Die Weine sind weiß, höchstens gelegentlich ein Hauch von Lachsrosa erkennbar, wie auch bei Ruländer. Ansonsten entsprechen die Weine mit ihrer frischen fruchtigen Art völlig denen des Weißen Rieslings.


Wir verkosten und beobachten den Roten Riesling sensorisch seit dem Jahr 2007 und sprechen ihm eine größere Aromenvielfalt zu als dem Weißen Riesling. Mit unserer Vergleichsprobe von Weinen der Hessischen Bergstraße und aus dem Rheingau sowie einer kleinen Auswahl an korrespondierenden Speisen haben wir die sensorischen Fähigkeiten der Teilnehmer beansprucht und ihre Sinne geschärft.